MS Alemannia

DNKB Delta November Kilo Bravo

Ein Schnellfrachter der Hapag-Lloyd AG

Am 25. Mai 1965 ist der Stapellauf der MS Alemannia. Nach der Ablieferung an die Hapag am 14. August 1965 folgt der Start zur Jungfernreise nach Ostasien am 21. August 1965. Die schnellen Frachter der Ia-Klasse verkürzten die Reisezeit zwischen Europa und Ostasien von 120 auf 105 Tage. Bei einer Geschwindigkeit von 21 Knoten wurden für die Heimreise von Hongkong nach Hamburg wurden nur noch 24 Tage benötigt. Durch den Einsatz der neuen Schiffe konnten die Abfahrten von 3 auf 4 pro Monat gesteigert werden. Wegen der Schließung des Suezkanal am 5.6.1967 und der sich immer mehr durchsetzenden Container, wurden jetzt auf der Ostasienstrecke schnellere und größere Containerschiffe eingesetzt. Die MS Alemannia wird von einem reinen Stückgutfrachter zu einem Semi-Containerschiff umgebaut und kann nun an Deck wie auch in den Luken neben Stückgut auch Container laden. Das Schiff geht am 1. September 1970 von der Hapag an die neu gegründete Hapag-Lloyd AG. Seit 1973 fährt sie im Nord-Pazifik-Verkehr bis nach Vancouver. 1979 geht die MS Alemannia an die Hapag-Lloyd International S.A. in Panama. Es ist die Zeit der Ausflaggungen und auch die MS Alemannia wird nicht verschont.  Am 4. Juli Übernimmt die, mit Hapag Lloyd Beteiligung gegründete Lineas Navieras Bolivianas (LINABOL) in La Paz, Bolivien die MS Alemannia unter dem Namen Bolivia. 1986 wurde die MS Alemannia (Bolivia) in China abgewrackt.

Das erste Schiff der Ia-Klasse, die scherzhaft Eselsklasse genannt wurde, war die Westfalia. Sie wurde von Blohm & Voss am 17.12.1964 an Hapag ausgeliefert. Die Ia-Schiffe waren die ersten Schiffe nach dem 2- Weltkrieg, die von Blohm und Voss für die Hapag gebaut wurden. Insgesamt wurden 7 Schiffe gebaut. Es folgten am 15.05.1965 die MS Hammonia, nach der die Klasse benannt wurde. Da der Hamburger Bürgermeister zur Taufe des ersten Schiffes nicht kommen konnte wurde der Name kurzerhand auf das zweite Schiff übertragen. Am 14.08.1965 folgten die MS Alemannia, am 04.12.1965 die MS Borussia. Der Rumpf der Borussia wurde bei J. Boel et fils in Tamise in Belgien gebaut. Am 14.05.1966 kam die MS Bavaria, am 15.10.1966 die MS Holsatia und zuletzt am 13.03.1967 die MS Thuringia hinzu. Alle sieben Schiffe gehen am 1.9.1970 an die HAPAG-LLOYD AG.

Teilnehmerausweis der Probefahrt

Unterlagen zur Übergabefahrt

Artikel zur Übergabefahrt

Postkarte der Jungfernreise

Artikel der BamS zur Jungfernfahrt

Die Geschichte der MS Alemannia

Die Reisen der MS Alemannia